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Interesse an Wasseroxidation beginnt sich auszuweiten

Municipal sewage treatment plants, such as this one in Harlingen, Texas, can use supercritical water oxidation technology to turn organic sludges into water and carbon dioxide.


Nickel Magazine, Sept. 01 -- Die Technologie, die für die Zerstörung toxischer Abfälle im militärischen Bereich entwickelt wird, kann auch für weniger gefährliche Abfälle verwendet werden. Man erwartet, dass jenem Konsortium, das ein gegenwärtig vom Korrosionslabor des Massachusetts Institute of Technology (MIT) durchgeführtes Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Bereich der superkritischen Wasseroxidation (SCWO) unterstützt, demnächst weitere Mitglieder beitreten werden.

Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um die Korrosionskontrolle und das Verhalten von Legierungen in aggressiven SCWO-Umgebungen zu untersuchen. Zu den Mitgliedern des Konsortiums zählen verschiedene Hersteller von Nickellegierungen, nämlich Haynes International, Krupp VDM and Special Metals sowie die U.S. Army und das Nickel Development Institute. Die Leitung des Projekts hat Professor R. M. Latanision übernommen.

Mit Hilfe von Testprogrammen und SCWO-Pilotanlagen in voller Größe in den U.S.A., in Europa und in Japan steht man gegenwärtig bereits im Begriff, diese sich entwickelnde Technologie zur Marktreife zu bringen (Nickel, Juni 2001). Die SCWO ist als Verfahren für die umweltsichere Beseitigung einer Vielzahl verschiedener Abfälle sehr vielversprechend.

Der erste Abschnitt des zweiphasigen MIT-Projektes konzentriert sich auf die Untersuchung des Korrosionsverhaltens einer Reihe von Nickellegierungen unter Verwendung mit entsprechenden Instrumenten ausgestatteter Rohrprofile sowie auf die Bestimmung des Potentials an Korrosionsverringerung durch Zustrommodifizierung. In der zweiten Phase wird der Testmatrix Titan hinzugefügt, und der Schwerpunkt wird auf der Überwachung/Kontrolle der Zustromoptimierung durch In-Situ-Elektroden liegen. Die Testumgebung wird in beiden Phasen aus chlorierten Lösungsmitteln bestehen und über einen breiten Temperatur- und pH-Bereich variieren (Höhe der Wasserstoffionenkonzentration). Gerard Sorell, Konsulent des NiDI für innovative Abfallbeseitigungstechnologien, behält dieses Projekt für das NiDI im Auge.

Die bereits erzielten Leistungen sowie die Herausforderungen in Zusammenhang mit der Kommerzialisierung der SCWO als Abfallbeseitigungstechnologie wurden anlässlich eines internationalen Kongresses bzw. Workshops beschrieben, der im August 2001 in Arlington im US-Bundesstaat Virginia abgehalten wurde. Diese Veranstaltung wurde von der U.S. Army und von Organisationen des privaten Sektors - darunter die meisten Entwickler und Anwender von SCWO in den U.S.A., in Europa und im Fernen Osten - kofinanziert.

Beachtliche Fortschritte wurden bei der Ausweitung der Anwendungen für die SCWO gemacht, die sich nicht auf die Zerstörung hoch toxischer Abfälle beschränken, sondern auch die Beseitigung weniger aggressiver Industrieabfälle und des Schlamms aus städtischen Müllentsorgungseinrichtungen umfassen. Eine große Herausforderung besteht nun darin, kostengünstige Werkstoffe für die Behandlung stark korrodierender Abfälle, die Chlor, Fluor, Schwefel, Phosphor und Stickstoff in unterschiedlicher Form (manchmal auch miteinander kombiniert) enthalten, zu finden. Derartige Abfallprodukte fallen bei der Zerstörung bestimmter militärischer Abfälle an, die den Gebrauch austauschbarer Platinbeschichtungen erfordern.

Der Workshop zum Thema Korrosion bot eine Gelegenheit, mehr über das Forschungsprojekt des MIT und die Schlüsselrolle des NiDI in diesem Zusammenhang zu erfahren. Außerdem haben potentielle neue Mitglieder des Konsortiums ihr Interesse an dieser Arbeit bekundet.

Foto:  HYDROPROCESSING LLC

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