Transport sauberer Treibstoffe nach Japan
Doublely safe: Transporting natural gas safely at low temperatures requires an expandable orthogonally corrugated membrane of nickel stainless steel S30400. |
![]()
Edelstahl Rostfrei könnte der NKK Corporation in dem kleinen aber wachsenden Nischenmarkt für
Schiffe, in denen Flüssigerdgas nach Japan transportiert wird, den entscheidenden Vorteil bringen
Nickel Magazine, Sept. 01 -- Die Firma NKK kleidet die Rümpfe ihrer Flüssigerdgastanker mit einer
aus Edelstahl Rostfrei S30400 hergestellten
gewellten Membran aus. Die 1,2 Millimeter dicke Auskleidung verbessert die Widerstandsfähigkeit der
Schiffsrümpfe gegen die eisigen Temperaturen (-163°C), die für die Beförderung von Erdgas in flüssigem
Zustand erforderlich sind, und steigert damit Sicherheit und Verlässlichkeit.
Da das Membransystem dehnbar ist, verhindert die doppelwandige Rumpfstruktur außerdem selbst im Falle einer Beschädigung der Tanks ein Leckwerden der Erdgasspeicher, das mit katastrophalen Folgen verbunden wäre. Durch die orthogonal gewellte Membran werden auftretende Spannungen ausgeglichen, und die sich bildenden Gastaschen üben eine dämpfende Wirkung auf die schwappende Ladung aus. Für jeden Tanker werden etwa 90 Tonnen Edelstahl Rostfrei S30400 verwendet.
Zu den weiteren Vorteilen der Konstruktion der Flüssigerdgastanker zählen: optimale Nutzung des Laderaums, Reduktion der Gesamtgröße und Minimierung des Bruttotonnengehalts, strukturelle Kontinuität des Schiffsrumpfes, gute Sichtbarkeit vom Flachdeck aus, gute Manövrierfähigkeit und guter Vortriebswirkungsgrad, geringeres Schwappen der Ladung aufgrund optimaler Ladetankdimensionen.
Als NKK in den frühen 70er Jahren erstmals eine Lizenz für die Verwendung der Membrantechnologie GTT Mark III der französischen Gas Transport & Technigaz erwarb, waren die Hauptenergiequellen Japans noch Öl und Kohle. Ein steigendes Interesse an saubereren Energien hat jedoch die Nachfrage nach importiertem Erdgas wachsen lassen. Auf diesen am saubersten verbrennenden fossilen Brennstoff entfallen heute mehr als 10 % des japanischen Primärenergiemarktes, obwohl die schwache Inlandswirtschaft den Energieverbrauch bis zu einem gewissen Grad gedämpft hat.
NKK hat seit 1993 vier Flüssigerdgastanker (mit dem einzigartigen Membransystem) an Kunden ausgeliefert, die Erdgas nach Japan befördern. Die ersten drei Aufträge betrafen Schiffe mit einem Ladevolumen von jeweils 18.800 Kubikmetern, die derzeit zwischen Malaysia und Japan verkehren. Das vierte Schiff, ein Tanker mit einem Ladevolumen von 22.500 Kubikmetern, wurde unlängst von Pertamina, der staatlichen Erdölgesellschaft Indonesiens, gechartert, um Brennstoff vom Terminal der Gesellschaft in Bontang an zwei regionale Gasgesellschaften in Japan zu liefern.
Diese beiden Gesellschaften planen, über einen Zeitraum von 15 Jahren hinweg pro Jahr jeweils 200.000 Tonnen Flüssigerdgas zu importieren, um ihre jeweiligen Landesteile mit saubererem Brennstoff zu versorgen. Das bestellte Schiff stellt eine Premiere für die Gesellschaft Pertamina dar, die bisher nur Tanker mit runden Flüssigerdgas-Aluminiumtanks des Typs Moss gemietet hat.
Die Nachfrage der lokalen Gasgesellschaften in Asien nach Flüssigerdgas lässt einen Nischenmarkt für Flüssigerdgastanker entstehen, erklärt Shunsuke Takahashi, der Leiter des Geschäftsbereichs Asia-America Newbuilding Ship Sales von NKK. Der Kompakttanker von NKK, so Takahashi, ist die wirtschaftliche Alternative für kleinere Gesellschaften, die leichtere Frachten befördern und denen es an riesigen Lager- und/oder Hafeneinrichtungen fehlt.
Eine von NKK durchgeführte Machbarkeitsstudie kam zu dem Schluss, dass der direkte Import von Brennstoffen aus Häfen in anderen Teilen Asiens in die betreffenden Landesteile wirtschaftlicher ist als die Verlegung von Pipelines oder die Beförderung von Flüssigerdgas auf dem Seeweg von bestehenden, im Besitz anderer Energieversorgungsunternehmen in Japan stehenden Terminals aus.
Im Jahr 2000 hat Japan etwa 54 Millionen Tonnen Flüssigerdgas importiert, was etwa der Hälfte des globalen Handelsvolumens an Flüssigerdgas entspricht. Zu den wichtigsten Lieferanten von Flüssigerdgas zählen die U.S.A., Brunei, die Vereinigten Arabischen Emirate, Indonesien, Malaysia, Australien und Qatar.
Der am häufigsten verkaufte Flüssigerdgastanker von NKK ist 130 Meter lang und 26 Meter breit. Er enthält
drei Frachttanks, die zusammen 18.800 Kubikmeter Brennstoff aufnehmen können.
Foto: NKK CORPOORATION
<< Previous -- Next >>


